“Meine Hebamme ist für mich eine ganz besondere Frau.
Sie hat mich begleitet und unterstützt diesen riesigen Transformationsprozess zu durchlaufen. Sie war immer da. Und hat das getan was ich gebraucht habe.
Vielen Dank.”
Foto © Isabell Steinert | Isabell Steinert Fotografie

 
 
 

 

 

Das Jahr 2020 wurde von der WHO zum Jahr der Hebammen und Pflegenden erklärt.

Das war natürlich alles in einer Zeit vor der Pandemie, als wir Begriffe wie Systemrelevanz noch nicht kannten und Hebammen schwangeren Frauen, jungen Familien und Babies nicht nur mit Mundschutz, online und auf Distanz nahe kommen durften.

Umso wichtiger ist es, uns das in Erinnerung zu rufen, denn Babies werden nach wie vor geboren und Hebammen sind für die werdenden Familien während Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett da.

Hebammen waren gerade in den letzten Jahren immer wieder von Veränderungen – leider eher selten zum Positiven – betroffen.

Immer noch werden Hebammen in der Geburtshilfe händeringend gesucht, von einer 1:1 Betreuung, wie sie von Wissenschaftler*innen, Hebammen- und Elternverbänden gefordert wird, sind wir nach wie vor weit entfernt, die Haftpflichtversicherungen für Hebammen, die Hausgeburten oder Beleggeburten anbieten, sind weiterhin immens hoch, so dass sich viele Fachkräfte von dem Beruf abwenden und auch um die Vorsorge in der Schwangerschaft und um eine Betreuung des Wochenbetts müssen sich Familien frühzeitigst selbst kümmern, um nicht am Ende ohne Hebamme und alleine da zu stehen.

Gleichzeitig ist nun ein Studiengang Voraussetzung für den Beruf und alle hoffen auf Verbesserungen auf mehreren Ebenen.

Systemrelevant sind Hebammen allerdings schon immer. 

Hebammen sind seit Jahrhunderten diejenigen, die Familien dabei begleiten und unterstützen, Kinder zu gebären und auf dieser Welt willkommen zu heißen. 

Gerade in Zeiten, in denen sich unser Familienbild stark geändert hat, übernehmen Hebammen mehr denn je die Rolle der Großfamilie und geben tradiertes Wissen um Schwangerschaft und Geburt weiter, indem sie die dringend notwendige Konzentration auf das Wesentliche bieten jenseits von Selbstoptimierung und den richtigen pastellfarbenen Babyklamotten.

Nur wenige Menschen haben jeweils die Möglichkeit, Einblicke in diese verletzlichen, sensiblen Momente des Lebens zu bekommen und den Lebensbeginn eines Menschen zu begleiten.

Und gerade das macht die Faszination dieses alten, wertvollen „Handwerks“ aus: Hebammen sind die Fachpersonen, die in unseren intimsten, uns berührendesten Momenten dabei sind, zu Vertrauten werden, uns zutrauen, eine Geburt zu bewältigen, die abschätzen können, wann sie eingreifen müssen und sehen, wie es Mutter und Kind geht, was sie brauchen, und die voller Vertrauen in die physiologischen Vorgänge einer Geburt sind. Häufig still und leise, manchmal mutmachend und unterstützend, manchmal antreibend, tröstend, liebevoll begleitend und immer um diesen besonderen Zauber wissend.

Sie sind nicht nur für viele Babies – abgesehen von den Eltern – der erste Kontakt, sie beobachten und begleiten uns beim Elternwerden.

Schwangerschaft und Wochenbett sind kein medizinischer Notfall oder Ausnahmezustand. Aber sie sind einer der wichtigsten und prägendsten Übergänge in unser aller Leben und sie brauchen eine aufmerksame Betreuung und Begleitung. 

Genau das zeigt die Ernennung der WHO. 

 

                                     

Wir danken Hannah Elsche von Herzen für diese Zeilen zum Welthebammentag 2020!

 

Hannah Elsche ist tiefenpsychologische Kunsttherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Mutter von drei Kindern und bietet in ihrem Atelier in Berlin Kunsttherapie und Kreativworkshops rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt, Kinderwunsch, Verlusterfahrung und Elternwerden an.

 Kunsttherapie – Hannah Elsche // WEBSITE // INSTAGRAM
(Kunsttherapeutin M.A., HP für Psychotherapie)

                                                    

 
 

für meine hebamme


Eine Liebeserklärung an unsere Hebammen in Worten & Bildern.

 
 
“Meine Hebamme gab mir stets ein gutes Gefühl. Sie war an meiner Seite und ich fühlte mich sicher. Keinerlei Angst vor der Geburt, nur pure gemeinsame Vorfreude.”

 


“Erschöpft konnte ich auf ihre Unterstützung zählen.
Sie war für uns da und half uns beim Start – ins Leben und in unsere neuen Rollen.
Danke!”

Fotos © Katharina Bau | Katharina Bau Fotografie

 

                                                                        

 
“Melanie meine Geburtsgefährtin. Für immer verbunden mit Alba und mir, mit Kemal und den Mädchen.
Während der Schwangerschaft immer für uns da, mit Gesprächen und beruhigenden Worten, als ich vor lauter Trubel mit Job und 2 Kindern dachte, unser Baby sei nicht mehr bei uns.
Mit Massagen um meine Rückenschmerzen in den letzten Wochen der Schwangerschaft zu lindern, während der Geburt vor 8 Monaten, die eigentlich nur eine Folge Peppa Wutz andauern sollte und dann doch so lange brauchte wie drei Mal die Stars Wars Trilogie – sie war da als wir Alba in die Welt tanzen durften und noch heute ist Melanie präsent. Ava hat sich letzte Woche eine Leggins angezogen, ein enges Top darüber und ein dünnen Pullover darauf. Sie stand ganz stolz vor mir: „Mama was bin ich ? Ich bin als eine Hebamme verkleidet, als unsere Hebamme Melanie!“

 

 

 

Fotos © Annemarie Lea | Geburtsfotografie Frankfurt


 
 

                                                                        

 
 
“In dem Wissen zu Hause entbinden zu dürfen, in meiner sicheren kleinen Welt, konnte ich ganz gelassen auf die Geburt zugehen. Ich habe die Hebammen von Beginn der Schwangerschaft an kennengelernt, das war ein großartiger Baustein für meine Geburtsreise. Bei so vielen Komponenten auf die man keinen Einfluss hat unter der Geburt, sei es Schmerz, Dauer etc. wusste ich, dass ich auf sie zählen kann und sie mich kennen.

Die Wehen waren mittlerweile sehr stark und meine Hebamme fragte ich in den Pool möchte, ich verneinte und sie bat meinen Partner trotzdem ihn aufzubauen. Bereits wenige Minuten später wollte ich unbedingt so schnell es geht ins Wasser – wo ich mein Kind dann auch auf die Welt brachte. Sie wusste in dem Moment intuitiv was ich brauchte…


” …ich hatte zu keinem Zeitpunkt der Geburt Angst! Ich hatte Schmerzen & Ich war erschöpft, ja. Aber Anna-Leenas ruhige Ausstrahlung hat mich zu jeder Zeit Glauben und Wissen lassen, dass alles absolut so läuft wie mein Körper die Geburt meistern kann. hatte unglaublich tiefes Vertrauen in sie…

 


.und durch dieses Vertrauen in meine Hebamme, die meine Kraft zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt hätte, konnte ich Vertrauen in mich selbst finden wenn die Wehen sehr stark waren und ich unsicher wurde weil es für eine Geburt nun einmal keinen vorgefertigten Zeitplan gibt. Und im Nachhinein kann ich sagen: Ich habe es ganz alleine geschafft, mein Kind zu gebären. Ich wurde nicht entbunden. Ich durfte entbinden, mein Körper ist so viel stärker als ich je geglaubt hätte, für diese Erfahrung bin ich ihr sehr dankbar.

“Mein Baby durfte nach der Geburt nur bei mir sein, ohne Eile, ohne Druck. Es wollte niemand etwas wiegen, messen oder waschen. Ich hatte alle Zeit die ich brauchte für diese magischen Momente nachdem man die Geburt tatsächlich gemeistert hat. Erst nachdem die Nabelschnur auspulsiert war wurde abgenabelt – genau so hatte ich es mir gewünscht. Sogar die U1 konnte, bis auf das Wiegen, auf meinem Bauch stattfinden. Das sind sehr kostbare Erinnerungen für mich.”

 

 

 

Fotos © danny merz | geburtsreportage


 
 

                                                                        

 
“Unter der Geburt, als ich so schutzbedürftig war wie nie, war sie für
mich da und sorgte dafür, dass ich in keinem Augenblick meine
Selbstbestimmung verlor.”

 

Foto © Cerstin Jütte | Geburtsfotografie Karlsruhe


 

                                                                        

 
 

“Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Ich kann diesen Zauber spüren und fühlen, weil ich und meine Familie ihn erleben durften. Und ich bin ganz fest davon überzeugt, dass dieser Zauber unersetzlich wertvoll ist, für mich als Hausgeburtsmama aber auch für meine Kinder. Es ist nicht egal wie wir geboren werden und ich bin dir liebe Hebamme sehr dankbar, dass es für dich eine Herzensangelegenheit ist Familien zu Hause mit und nach ihren Wünschen zu begleiten. Du bist für immer ein Teil dieses Zaubers.”


“Achtsame Begleitung einer Hebamme bedeutet tiefe Berührung des Herzens. Bereits in der Schwangerschaft erinnerst du uns immer wieder sanft auf unseren Instinkt zu achten. Uns und unser Kind zu spüren und wahrzunehmen, was uns gut tut und was wir brauchen. Denn dir ist bewusst, dass wir die Gebärenden, die Meisterinnen unserer Geburten sind. Dass wir die Expertinnen unseres Körpers sind. Dass wir macht- und kraftvoll gebären können.”

 
 

Fotos © Isabell Steinert | Isabell Steinert Fotografie


 

                                                                        

 
 

“Meine liebe Hebamme I. hat mich während meiner beiden Schwangerschaften, beiden Geburten Zuhause und im Wochenbett begleitet! Sie ist der Fels in der Brandung bei stürmischer See, sie weiß, was eine Frau alles leisten kann – körperlich und mental. Sie weiß jedoch auch, wo die Grenzen sind und wann sie eingreifen muss. Alle Untersuchungen usw. wurden immer abgesprochen, es wurden auch keine unnötigen Untersuchungen vor und während der Geburt gemacht. Sie war immer für mich da während der Geburt. Auch, wenn sie gerade im Nebenraum war. Bei meiner Hebamme fühle ich mich Sicher und Wertgeschätzt – in jeder Situation! Auch die fabelhafte Betreuung meiner Kinder und mir in den ersten Tagen nach der Geburt und im Wochenbett macht meine Hebamme so wertvoll und unentbehrlich! Ohne sie wären meine Schwangerschaften und Geburten nur halb so schön gewesen!”

T.

 

 

 

Fotos ©Samantha Freinbichler-Kallabis | frei Kamera


 
 

                                                                        

 

Ich danke meiner ersten Hebamme für ihr Vertrauen in mich und meine Familie. Ihre Stärkenden Worte in der Schwangerschaft und bei der Geburt waren der Schlüssel für weitere wundervolle Wesen. Jede Frau kann natürlich gebären. Sie sollte wie ich von erfahrenen Hebammen ermutigt und begleitet werden.“

Fotos © Dani Rettke |  Käthe liebt August

 
 

                                                                        

“Ich werde nie den Moment vergessen als ich unter der Geburt meines
dritten Kindes nach einer Welle die Augen öffnete und meine Hebamme auf
dem Sofa sitzen sah. Wir kennen einander, wir vertrauen einander, sie
hält den Raum und ist für uns da! Auf meine Hebammen hätte ich bei
keinem meiner Kinder verzichten mögen.”

 

Fotos © Cerstin Jütte |  Doula & Geburtsfotografin


 

                                                                        

 
An meine Hebamme.
Liebe Lydia, ich danke dir für die wundervolle Geburt. Du warst für uns eine großartige und liebevolle Unterstützung.“

 

Fotos © Dani Rettke | Käthe liebt August


 

                                                                        

 
Bei allen vier Schwangerschaften, Geburten und Wochenbetten war ich unglaublich dankbar eine mir vertraute Hebamme an meiner Seite zu wissen. Es ist egal ob man das erste oder das vierte Mal schwanger ist, jede Schwangerschaft und jedes Baby ist so individuell, dass ich jedes Mal froh darüber war meine Hebamme um Rat fragen zu können oder auch einfach nur ein offenes Ohr für meine Sorgen aber auch für meine Glücksmomente finden zu können.

Ich hatte das große Glück individuelle Hebammenbetreuung sowohl bei meinen Beleggeburten, also auch bei meinen Hausgeburten sowie der Vor- und Nachsorgen zu erhalten und wünsche mir diese Möglichkeit für alle Frauen und auch für meine Kinder.“


Foto © Katharina Bau |
Katharina Bau Fotografie

 


 

                                                                        

 

 

 

“Vielen lieben Dank für die Unterstützung, die hilfreichen Worte und ihrer liebevollen Art mir gegenüber. Sie waren mir eine super Stütze unter der Geburt! Ich denke gern daran zurück!”

 

Foto © Dani Rettke |  Käthe liebt August


                                                                        

 

“C. ist eine wundervolle Hebamme, die mich bestärkt hat, dass Gebären
etwas Natürliches ist. Unser zweites Kind kam, nach einem vorhergehenden
Kaiserschnitt, in toller Atmosphäre zu Hause im Wasser zur Welt. Diese
entspannte Stimmung und eigenbestimmte Geburt, werden wir nie vergessen!”

 

Fotos © Cerstin Jütte | Doula & Geburtsfotografin

 

                                                                        

 
An meine liebe Hebi, du hast mich nicht nur begleitet und unterstützt, sondern bist mir in den vielen Monaten deiner Hilfe so sehr ans Herz gewachsen, das ich dich Freundin nennen möchte. Danke für deine liebevolle und besondere Art.“


Foto © Dani Rettke | Käthe liebt August


 

                                                                        

Zwei Mal durfte ich mein Baby in unserem Zuhause in Empfang nehmen. Zwei Mal durfte ich eine Schwangerschaft erleben, bei der aufkommende Sorgen eine aufmerksame Zuhörerin fanden und gingen. Zwei Mal durfte ich ganz bei mir sein unter der Geburt und spürte die riesige Unterstützung meiner Hebammen – die da waren. Zwei Mal spürte ich die Stärke und das Vertrauen, die mir die Anwesenheit meiner Hebammen gab. Zwei Mal reichte einer der wissenden, bestärkenden und zuversichtlichen Blicke einer Hebamme, um in einem schwachen Moment neue Kraft zu schöpfen. Zwei Mal begleiteten uns das Wissen und die Ruhe der Hebammen in das Leben mit Baby. Zwei Mal ging die Zeit der Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbetts vorbei – es bleiben Dankbarkeit und wunderbare Erinnerungen an diese besonderen Momente in Begleitung unserer Hebammen.“

 

Fotos © danny merz | hamburg | geburtsreportage


 

                                                                        

 
 
 
 
 
 

Alle Fotos in diesem Blogbeitrag stammen von Mitgliedern der Geburtsfotografen Gemeinschaft. Die Texte haben die Frauen für ihre Hebammen geschrieben.