Wie du dir einen Geburtsfotografen leisten kannst

                                                   

 

Wenn du diesen Blogartikel liest, wirst du vielleicht schon den Entschluss gefasst haben, deine Geburt von einem Fotografen begleiten zu lassen. Vielleicht bist du aber auch noch unentschlossen und liest dich gerade erst ins Thema ein.
So oder so, wirst du dir hier hoffentlich wertvolle Informationen mitnehmen können.

 

Fragt man ein kinderloses Ehepaar nach dem schönsten Tag in ihrem Leben, so lautet die Antwort in den meisten Fällen „der Tag, an dem wir geheiratet haben!“. Fragt man nun dieses Ehepaar, ein paar Jahre später – inzwischen mit Kind(ern), wieder nach dem schönsten Tag in ihrem Leben, ist auch diese Antwort selten etwas anderes als „der Tag, an dem unser Kind geboren wurde!“

Den schönsten Tag im Leben lässt man selbstverständlich vom Fotografen festhalten – so sind sich die meisten Menschen einig, nichtsahnend, dass der schönste Tag nicht ihre Hochzeit bleiben wird. Und ganz selbstverständlich werden für den Hochzeitsfotografen oft 1500€ oder mehr ausgegeben.

Warum? Weil es das wert ist!

Genauso wert ist es, dieses Geld für einen Geburtsfotografen auszugeben.

 

Doch nur weil es das wert ist, heißt es noch lange nicht, dass man es sich auch leisten kann. Schließlich bedeutet eine Geburt auch zwangsläufig hohe Ausgaben, Anschaffungen für das Baby, meist der Wegfall eines Gehaltes, Rufbereitschaft für die Hebamme, Doula…..die Liste ist gefühlt endlos.
Bevor ich dir konkrete Vorschläge mache, wie du dir einen Geburtsfotografen leisten kannst, möchte ich dich kurz hinter die Kulissen blicken lassen. (Wenn du das nicht lesen möchtest, kannst du direkt bei #1 weiterlesen.)

Warum ist die Geburtsfotografie so teuer?

 

Jeden Punkt aufzuzählen, wäre hier zu viel des Guten, darum fasse ich grob zusammen.

Grundsätzlich lässt sich die Geburtsfotografie ganz gut mit der Hochzeitsfotografie vergleichen – mit dem wesentlichen Unterschied, dass der Geburtsfotograf vorher nicht weiß, an welchem Tag und für wie viele Stunden er arbeiten muss.

Die offensichtlichen Kostenfaktoren sind ganz klar die Arbeitszeit (Vorgespräch, Anwesenheit bei der Geburt und später Bearbeitung der Bilder) und die Ausrüstung.

Was du nicht siehst:
Wir Geburtsfotografen haben die Ausrüstung doppelt dabei (denn wenn eine Kamera – unwahrscheinlich aber nicht unmöglich – genau in dem Moment ihren Geist aufgibt, in dem dein Baby geboren werden möchte, können wir das Shooting nicht auf einen anderen Termin verschieben).
Rufbereitschaft ist harte Arbeit. Das Handy ist Tag und Nacht laut und überall dabei.
Beim Gassi gehen, beim Duschen, auf dem Spielpatz. Ein Kinobesuch? Vorher checken, ob man dort überhaupt Empfang hat.
Netter Abend mit Freunden? Aber bitte ohne Alkohol. Ein Ausflug mit der Familie? Klar, aber nur im nahen Umkreis und lieber mit zwei Autos fahren. Ein actionreicher Tag im Schwimmbad? Sorry Kinder, das müssen wir verschieben…
Viele von uns haben Kinder. Wohin mit den Kindern, wenn deine Geburt losgeht? Da gibt es den Babysitter, der ebenfalls in Rufbereitschaft ist und dafür dementsprechend bezahlt werden muss.
Wir besuchen Workshops, um unsere Arbeit zu verbessern. Zahlen Versicherungen. Steuern. Programme. Kaufen Musiklizenzen.

Du und ich, wir sitzen also im selben Boot. Auch wir Fotografen müssen Rechnungen bezahlen und jeder von uns weiß, dass das nicht immer einfach ist.

Damit kommen wir direkt zum ersten Punkt.

#1 Erkundige dich, ob dein Fotograf dir eine Ratenzahlung anbieten kann

Wir Geburtsfotografen machen diesen Job, weil wir den unbezahlbaren Wert der Geburtsbilder kennen. Wir möchten, dass du diese Bilder bekommst. Deswegen bieten dir viele Fotografen die Möglichkeit, in Raten zu bezahlen.

 

#2 Überdenke nötige Anschaffungen

Für ein Baby ist schnell viel Geld ausgegeben, aber muss das wirklich sein?
Die Werbung suggeriert einem oft, Dinge zu brauchen, die im wahren Leben dann
vollkommen unnötig sind. Hier lohnt es sich, bei Freunden mit Kindern nachzufragen, was man getrost im Laden stehen lassen kann.
Aber auch bei den Dingen, die man tatsächlich braucht, gibt es oft Auswahl. Ich möchte dich damit nicht animieren, „Billigramsch“ zu kaufen. Qualität hat eben ihren Preis. Aber in manchen Fällen zahlt man nicht die Qualität, sondern den Markennamen und kann bedenkenlos zum günstigeren Produkt greifen.
Babys wachsen schnell, dadurch kann man hochwertige Dinge auch gebraucht im sehr guten Zustand günstig ergattern.

 

#3 Setze Prioritäten

Vielleicht brauchst du nicht den Kinderwagen für 1.200€, sondern es reicht dir auch ein günstigeres Modell, weil du sowieso lieber tragen möchtest?
Das teure Babyzimmer aus massivem Holz ist zwar wunderschön, aber lohnt sich die
Anschaffung, wenn man Babybett und Wickelkommode nach drei Jahren sowieso nicht mehr braucht?
Wenn du dir Prioritäten setzt, hilft dir das nicht nur einzuordnen, wie groß dein Wunsch nach Geburtsbildern ist. Du kannst hier auch viel Geld in die richtige Richtung lenken.


#4 Kleinvieh macht auch Mist

(Dieser Punkt ist mein persönlicher Favorit. Ich erinnere mich selbst immer wieder
daran. Warum? So einfach, aber eben auch so effektiv.)
Auf dem Weg zur Arbeit einen Coffee to go? Ein belegtes Baguette beim Bäcker, weil du mal wieder hungrig zum Einkaufen gegangen bist? Beim Shopping einen Smoothie? Ins Restaurant, statt selber zu kochen? All diese Ausgaben sind natürlich völlig legitim, wenn du sie dir gönnen möchtest. Aber denke daran, dass auch vermeintlich kleine Summen schnell zu einer großen Summe wachsen können.
2€ täglich sind unterwegs ganz schnell und schmerzlos ausgegeben. Ist ja nicht so viel. Eine Schwangerschaft dauert im Schnitt 280 Tage. Wenn du für jeden Tag deiner Schwangerschaft 2€ in eine Spardose steckst, statt sie auszugeben, hast du alleine dadurch 560€ gespart!

 

#5 Wünsche dir Gutscheine

Verwandte und Freunde freuen sich wahnsinnig auf den neuen Erdenbürger!

Verständlich, dass sie da eine Freude machen wollen und ein möglichst tolles Geschenk
aussuchen.
Oft endet das dann darin, dass man nach der Geburt eine ganze Kiste voll Rasseln,
Greiflingen und Schnuffeltüchern hat und fürs Baby plötzlich so viele Klamotten im
Schrank liegen, dass es einen Teil davon nicht einmal anziehen kann, weil es anfangs so
schnell wächst.
Wünsche dir doch stattdessen explizit Gutscheine deines Fotografen, die du dann für
eine Geburtsbegleitung verwenden kannst.


#6 Überlege dir etwas Verrücktes

Ein seltsamer Punkt? Nun ja. Du willst diese Fotos. Also werde doch kreativ und lass dir
etwas einfallen 😉
Apropos kreativ – vielleicht bist du ja ein künstlerisch begabter Mensch? Möglicherweise
kannst du Schmuck herstellen oder extrem gut malen? Du könntest Familie und
Freunden dein Talent anbieten, im Gegenzug unterstützen sie dich mit einer Spende für
deinen Fototraum.
Du könntest eine Babyparty feiern oder einfach ein Freudenfest, jeder bringt etwas zum
Essen mit (dann halten sich die Kosten für dich in Grenzen) und statt Blumen oder
sonstige Mitbringsel, bittest du um einen Zuschuss für deine Geburtsbilder.


Ich hoffe, mein Beitrag hat dich motiviert, dein Ziel zu erreichen und dir wertvolle Erinnerungen an die Geburt deines Kindes zu ermöglichen.

 
 
 
 
 

Dieser Artikel & alle Fotos stammen von der wunderbaren Geburtsfotografie Kollegin Katharina Bau.

ÜBER  KATHARINA

Katharina lebt mit ihrer Familie bei Landshut und liebt es, das echte Leben festzuhalten. Mit ihren Bildern möchte sie die Schönheit des Alltäglichen sichtbar machen. Durch die Geburten ihrer eigenen drei Kinder hat sie erkannt, dass Fotos der Geburt nicht nur faszinierend sind, sondern für die Eltern (und später auch für die Kinder) eine große Bedeutung haben.

WEBSITE: Katharina Bau Fotografie